Parallelgreifer PGM im Schnittbild – Erklärung des Aufbaus
Blick ins Innere: Der Parallelgreifer PGM im Detail erklärt
Warum ist der Parallelgreifer PGM so langlebig, präzise und stets zentrierend? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir unter die Oberfläche schauen. In diesem Beitrag analysieren wir das Schnittbild unseres kompakten Kraftpakets und erklären, warum der mechanische Aufbau den entscheidenden Unterschied in Ihrer Produktion macht.
Das Herzstück: Das Umlenkstück
Im Inneren des PGM arbeitet ein Umlenkstück. Diese Mechanik wandelt die vertikale Bewegung des Kolbens in eine synchrone, horizontale Bewegung der Greiferbacken um.
Der Aufbau des PGM im Schnittbild
Anhand des Schnittbildes rechts lassen sich die Qualitätsmerkmale der Wagner-Greifer perfekt erkennen:
- Robustes Gehäuse: Aus hochfestem Aluminium, harteloxiert für minimale Reibung und maximalen Schutz gegen Verschleiß.
- Präzisionskolben: Sorgt für die notwendige Antriebskraft – auch bei geringem Betriebsdruck (Betrieb bei 2-8 bar)
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Mechanische Führung: Die Backenführung trägt neben dem Umlenkstück und den Führungswellen zur stabilen Bewegung und zur Aufnahme von Momenten bei.
- Abfrage-Option: Das Gehäuse verfügt über Bohrungen für die direkte Montage von Sensoren, um die Position „Offen“ oder „Geschlossen“ sicher zu detektieren. Ab einer Baugröße PGM-60 sind C-Nuten eingebracht (größenbedingt).
💡Detailliert: für Technik-Freaks
Der pneumatisch bewegte Kolben (1) ist im Führungselement (2) gelagert und überträgt mittels hartverchromter Kolbenstange (3) seine Bewegung unmittelbar auf eine Führungskulisse, das sogenannte Umlenkstück (4) (Werkstoff X45NiCrMo4).
Die Spannbacken (5), auf denen der Kunde später seine Finger montiert, sind in der zentralen Kulisse zwangsgeführt gelagert (6): über eine Steigung wird die Bewegung des pneumatischen Kolbens zum Greifen oder Spreizen umgelenkt. Gleichzeitig wird die Kulisse wiederum in einer Nut (7) des jeweiligen Backens geführt. Um Kippmomente aufzunehmen, laufen beide Backen auf geschliffenen sowie gehärteten, rostfreien Führungswellen (8).
Dieses Konstruktions-Prinzip ist sehr kompakt, wartungsfreundlich und führt zwangsläufig zu einem sich stets zentrierenden Greif-System!
Korrekt ist: in den offenen Greifer PGM kann Schmutz eindringen – aber genauso gut wieder entweichen! Somit setzt sich der Staub nicht in Führungen ab und führt zu deren Hemmung oder Verstopfung. Natürlich läuft die Kolbenstange in einem Dichtabstreifer, der im Führungsdeckel (9) eingebaut ist.
Für den späteren Betrieb bedeutet ein offenes System: der Parallelgreifer kann im eingebauten Zustand ausgeblasen und abgeschmiert werden.
Langlebigkeit bringt neben der oben bereits dargestellten Werkstoffwahl der Komponenten das hoch-feste, hart-eloxierte Aluminium von Gehäuse und Backen!
Alle Varianten haben Aufnahmen für induktive Sensoren zur Abfrage (11). Über in den Backen eingebrachte Sackbohrungen kann die Sensitivität der Abfrage so eingestellt werden, dass die Positionen „auf“, „zu“ und „gegriffen“ quittiert werden können.
💡Experten Tipp: Befestigung von Greifer und -Finger
Alle Greifer werden mit 6 Zentrierringen ausgeliefert. Diese h6 -Passungen dienen mit den korrespondierenden Bohrungen (13) paarweise (diagonal) zur Montage der Finger und des Greifer-Gehäuses.
Technische Details
- Varianten des PGM sind von 2 mm bis 15 mm Hub je Backe verfügbar.
- Die Wiederholgenauigkeit liegt bei +/-0,02 mm.
- Das maximal empfohlene Werkstückgewicht liegt über die Baugrößen verteilt kraftschlüssig bei 0,13 kg bis 7,2 kg (Kolbendurchmesser 10-63 mm).
- Die Länge über beide geschlossene Backen beträgt beim kleinsten Greifer 29 mm (PGM-29), bei PGM-140 somit 140 mm.
💡Experten Tipp: bei kleinen Werkstücken
Technische Daten gelten bei 6 bar Druck, wobei der PGM zwischen 2 und 8 bar betrieben werden kann. Gerade beim Winzling PGM-29 kann der Betrieb mit weniger Kraft für kleinste Werkstücke attraktiv sein. Über externe Drosseln lassen sich, wie gewohnt, die Greif-Geschwindigkeiten verändern.
Warum Konstrukteure den PGM lieben
In der Automatisierung ist Zuverlässigkeit die wichtigste Währung. Der PGM überzeugt durch:
- Kompaktheit: Ideal für den Einsatz in Automations- und Montagezellen.
- Wartungsfreundlich: Durch die offene Konstruktion kann der Greifer im eingebauten Zustand ausgeblasen und geschmiert werden.
- Robust: Egal wie die Greifaufgabe aussieht, das hart-eloxierte Gehäuse aus hochfestem Aluminium ist langlebig und widertsandsfähig.
- Zentrierend: Der Parallelgreifer PGM bietet mit seinem zentrisch ausgelegten Konstruktionsprinzip eine Wiederholgenauigkeit von+/-0,02 mm.
- Konstruktive Details: Einfache Lösungen wie Greifkraftsicherung oder eine eingebrachte Nut helfen im täglichen Einsatz.

Nut an der Befestigungsfläche PGM
Fazit: Qualität sieht man von innen
Ein Greifer ist nur so gut wie seine Mechanik. Das Schnittbild des PGM zeigt, dass wir bei Friedemann Wagner keine Kompromisse eingehen. Jedes Detail ist auf Langlebigkeit , Wiederholgenauigkeit und Zuverlässigkeit getrimmt.
🎥 Bewegte Bilder zum Innenleben von PGM:


